Susanne Schaper: Sorgen- und Hilfetelefone weiter stark nachgefragt - Angebote sichern, Einsamkeit bekämpfen!

Die Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Susanne Schaper, hat die Staatsregierung dazu gefragt, wie stark die Telefonseelsorge, das Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon in Sachsen 2024 nachgefragt werden (Drucksache 8/4234). Sie erklärt zur Antwort:

„Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den höchsten Suizidraten. Wer in einer akuten Lebenskrise steckt oder schlimme Probleme allein nicht lösen kann, braucht direkte Hilfe - leicht zugänglich, nötigenfalls anonym und schon weit bevor suizidale Gedanken aufkommen. Telefonseelsorge, Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon werden stark nachgefragt. Die Staatsregierung muss diese Hilfsangebote dauerhaft sichern. Der öffentliche Gesundheitsdienst muss ausgebaut werden, damit er seine Präventionsangebote verstärken kann.

Für viele Schwierigkeiten, die in den Telefongesprächen eine Rolle spielen, sind politische Lösungen denkbar. So betreffen Einsamkeit und Isolation bei weitem nicht nur ältere Menschen, sondern in hohem Maße auch Jüngere. In Sachsen gibt es noch keine tiefe Auseinandersetzung damit, Daten und eine Handlungsstrategie fehlen. Unser Land verdient eine Regierung, die den Zusammenhalt stärkt. Begegnungsorte müssen allen zugänglich sein. Geselligkeit hängt bisher oft vom Geldbeutel ab - auch deshalb kämpfen wir gegen Armut. Ein einfaches Mittel wären auch Plauderbänke: Wer sie nutzt, signalisiert den Wunsch, ins Gespräch zu kommen. Nicht zuletzt lohnt sich die Förderung des Ehrenamts, sodass Betroffene sich gegenseitig helfen können.“